Impostor-Syndrom überwinden: Eine Perspektive aus dem Coaching
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Impostor-Syndrom überwinden: Eine Perspektive aus dem Coaching

By Reza Daryaei

70 % der Menschen erleben irgendwann das Impostor-Syndrom. So hilft Coaching, Ihren Wert zu erkennen und den inneren Kritiker zum Schweigen zu bringen.

Sie sind kein Betrüger – Sie sind ein Mensch

Wenn Sie je in einem Meeting dachten: „Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie merken, dass ich hier nicht hingehöre“, dann gratulieren wir Ihnen – Sie erleben das Impostor-Syndrom, und Sie sind in bester Gesellschaft.

Untersuchungen deuten darauf hin, dass 70 % der Menschen das Impostor-Syndrom irgendwann in ihrem Leben erleben. Es ist besonders häufig bei Leistungsträgern, Perfektionisten und Menschen, die neue Rollen oder Umgebungen betreten. Maya Angelou, Albert Einstein und Tom Hanks haben alle davon gesprochen, sich trotz außergewöhnlicher Leistungen wie Betrüger zu fühlen.

Das Impostor-Syndrom ist keine Störung – es ist ein Denkmuster. Und wie alle Denkmuster kann es mit dem richtigen Bewusstsein und den richtigen Werkzeugen verändert werden. Dies ist eines der häufigsten Probleme, bei denen Coaches Klienten unterstützen, und die Ergebnisse sind oft transformativ. Tatsächlich ist dies einer der Hauptgründe, warum Menschen zu CoachCompass kommen – und die Erkenntnisse, die unsere Coaches dazu ermöglichen, werden nie alt.

Die fünf Arten des Impostor-Syndroms

Dr. Valerie Young hat fünf verschiedene Muster identifiziert:

**Der Perfektionist:** Setzt unerreichbar hohe Standards und konzentriert sich auf Fehler statt auf Erfolge. Eine Leistung von 95 % wird als Misserfolg erlebt, weil es keine 100 % waren.

**Der Experte:** Glaubt, alles wissen zu müssen, bevor er anfängt. Bewirbt sich nicht auf eine Stelle, es sei denn, er erfüllt alle Anforderungen. Belegt ständig Kurse und erwirbt Zertifikate, fühlt sich aber nie „bereit“.

**Das natürliche Genie:** Glaubt, dass Kompetenz einfach kommen sollte. Wenn er sich bei etwas anstrengen muss, geht er davon aus, dass er nicht gut genug ist. Hat Schwierigkeiten mit Lernkurven.

**Der Einzelgänger:** Glaubt, dass er alles alleine schaffen muss. Um Hilfe zu bitten fühlt sich wie ein Eingeständnis der Unzulänglichkeit an. Brennt oft aus, weil er nicht delegieren will.

**Der Superheld:** Arbeitet härter als alle anderen, um zu „beweisen“, dass er seinen Platz verdient. Misst Erfolg daran, wie viele Rollen er gleichzeitig ausfüllen kann.

Wie Coaching das Impostor-Syndrom angeht

Ein Coach hilft Ihnen, das Impostor-Syndrom durch verschiedene Ansätze abzubauen:

**Beweissammlung:** Ihr Coach bittet Sie, Ihre tatsächlichen Leistungen aufzulisten – nicht um anzugeben, sondern um eine faktische Gegenerzählung zur Betrügergeschichte aufzubauen. Die meisten Menschen sind schockiert, wenn sie ihre Erfolge objektiv aufgelistet sehen.

**Kognitive Umstrukturierung:** Lernen, Impostor-Gedanken in Echtzeit zu erkennen und durch genauere Einschätzungen zu ersetzen. „Ich weiß nicht, was ich tue“ wird zu „Ich lerne etwas Neues, was unangenehm und normal ist“.

**Normalisierung:** Allein das Wissen, dass das Impostor-Syndrom fast universell ist – und dass die erfolgreichsten Menschen es oft am intensivsten erleben – kann tiefgreifend erleichternd sein. Ihr Coach normalisiert die Erfahrung, ohne sie zu bagatellisieren.

**Handeln trotz Angst:** Coaching wartet nicht, bis die Impostor-Gefühle verschwunden sind, bevor es zu Handlungen kommt. Stattdessen helfen Coaches Ihnen, zu handeln, WÄHREND Sie sich wie ein Betrüger fühlen, und beweisen durch Erfahrung, dass Sie tatsächlich fähig sind.

**Kompetenz neu definieren:** Coaches helfen Ihnen, von einem unmöglichen Standard (alles wissen, keine Fehler machen) zu einem realistischen zu wechseln (fähig sein, kontinuierlich lernen, Werte schaffen).

Praktische Übungen

**Das Erfolgstagebuch:** Schreiben Sie jede Woche drei Dinge auf, die Sie gut gemacht haben. Mit der Zeit entsteht so eine unbestreitbare Aufzeichnung Ihrer Kompetenz, gegen die Impostor-Gedanken nichts ausrichten können.

**Die „Und weiter?“ Technik:** Wenn ein Impostor-Gedanke auftritt, fragen Sie wiederholt: „Und weiter?“ „Sie werden herausfinden, dass ich ein Betrüger bin.“ Und weiter? „Ich werde gefeuert.“ Und weiter? „Ich finde einen anderen Job.“ Dies zeigt, dass die katastrophalen Folgen, die Sie befürchten, selten so schlimm sind, wie Ihr Gehirn suggeriert.

**Das Mentoren-Gespräch:** Fragen Sie jemanden, den Sie bewundern, ob er sich jemals wie ein Betrüger gefühlt hat. Die Antwort wird fast immer ja sein, und das Gespräch wird Ihre Erfahrung normalisieren.

Wenn das Impostor-Syndrom Sie davon abhält, Chancen zu ergreifen, sich zu äußern oder Ihre Erfolge zu genießen, kann Coaching helfen. Viele unserer CoachCompass-Coaches sind genau darauf spezialisiert – sie helfen Leistungsträgern, ihre Erfolge anzuerkennen und den inneren Kritiker zum Schweigen zu bringen. Sie müssen die Impostor-Gefühle nicht vollständig eliminieren – Sie müssen nur aufhören, sie Ihr Leben bestimmen zu lassen.

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